THE DWELLING

THE DWELLING

The Dwelling is a series of allegorical images related to the ever-growing need for a place of belonging, safety and peace, especially in times of turmoil and unease. This series follows previous work, which dealt with the idea of continuous self-healing and rebirth after trauma and is, as before, inspired by visual input from nature.

While exploring this longing for an harmonious dwelling, several quasi-symbolic elements made their appearance. Ash appeared as medium for the first time almost accidentally as a formal solution to pictorial needs. However, I don’t ignore its association with purification and rebirth in many mythologies. The bed and pillow appear as metaphors for intimacy and private refuge. The fallen leaves and water relate to a resting place where life is regenerated. They first appeared in my work in 2015, when I moved from Greece to central Europe and started observing the forest floor. It strongly attracts and inspires me as an inviting dwelling for the soul and body. It is a realm where everything that takes place is in reassuring equilibrium with the natural laws. In art, literature and film, such environments have often carried connotations of threat. To me, however, perhaps because of their depth and balanced complexity, they appear as places of embrace and protection. Observing the process of life-recycling that takes place there comes as a relief to existential anxiety. It makes one aware of the bigger picture, of the unstoppable flow of life, on a larger scale, regardless of petty human, disruptive behaviour.

Time Drift, 140 x 180cm, oil and mixed media on canvas.

 

THE DWELLING

The Dwelling ist eine Serie allegorischer Bilder; sie handeln von dem ständig zunehmenden Bedürfnis nach einem Ort der Zugehörigkeit, der Sicherheit und des Friedens – besonders in Zeiten von Aufruhr und Besorgnis. Diese Serie schließt sich früheren Arbeiten an, bei denen es um die Idee der beständigen Selbstheilung und Neugeburt nach einem Trauma ging; sie ist, wie auch schon zuvor, von visuellen Impulsen aus der Natur inspiriert.

Bei der Erforschung dieser Sehnsucht nach einer harmonischen Wohnstätte sind mehrere quasi-symbolische Elemente in Erscheinung getreten. Asche als Medium bot sich zum ersten Mal fast zufällig an als eine formale Lösung für malerische Erfordernisse. Mir ist jedoch durchaus bewusst, dass sie in vielen Mythologien mit Läuterung und Wiedergeburt assoziiert wird. Bett und Kissen erscheinen als Metaphern für Vertrautheit und einen privaten Zufluchtsort. Die gefallenen Blätter und das Wasser beziehen sich auf einen Ruheplatz, an dem sich das Leben regeneriert. Sie tauchen in meinen Arbeiten erstmals im Jahr 2015 auf, als ich von Griechenland nach Mitteleuropa ging und begann, den Waldboden zu studieren. Er zieht mich stark an und inspiriert mich als einladende Wohnstätte für Körper und Seele; er ist ein Reich, wo alles, was sich ereignet, sich in einem beruhigenden Gleichgewicht mit den Naturgesetzen befindet. In der Kunst, in der Literatur und im Film haben derartige Umwelten oft den Beiklang einer Bedrohung. Für mich erscheinen sie hingegen – vielleicht aufgrund ihrer Tiefe und ausgeglichenen Vielschichtigkeit – als Orte, die einen freundschaftlich aufnehmen und Schutz bieten. Den Prozess des sich immer wieder aufs Neue erholenden Lebens zu beobachten, der sich dort vollzieht, übt auf die existenzielle Angst eine lindernde Wirkung aus. Man wird sich des größeren Bildes bewusst – des unaufhaltsamen Flusses des Lebens, der in einer umfassenderen Dimension das unbedeutende, störende Verhalten des Menschen nicht weiter beachtet.